Die meisten Unternehmen konzentrieren sich, wenn es um Optimierungen geht, vor allem auf Maschinen oder digitale Prozesse. Dabei entstehen Zeitverluste im Arbeitsalltag oft durch lange interne Transportwege oder unklare Abläufe. Materialien müssen mehrere Male bewegt werden und Mitarbeitende verbringen unnötig viel Zeit mit Laufwegen innerhalb des Betriebs. Vor allem in Produktions- oder Logistikbereichen wirken sich solche Probleme schnell auf Kosten und Arbeitszeit aus.
Wie sich unklare Wege auf die Zeit auswirken
In vielen Betrieben sind Arbeitsabläufe über Jahre hinweg gewachsen. Neue Maschinen kamen hinzu, Lagerflächen wurden erweitert und Arbeitsbereiche verändert. Gleichzeitig wurden interne Wege oft nur provisorisch angepasst. Das führt dazu, dass Materialien unnötig transportiert werden oder Übergabepunkte fehlen. Problematisch wird es vor allem dann, wenn Mitarbeitende immer wieder improvisieren müssen, um Arbeitsabläufe aufrechtzuerhalten. Typische Hinweise auf ineffiziente Materialflüsse sind unter anderem:
- wenn Bauteile mehrfach umgelagert werden
- wenn Mitarbeitende lange Laufwege zurücklegen
- wenn Transportflächen blockiert sind
- wenn Materialien verspätet an Arbeitsplätzen eintreffen
- wenn Übergaben zwischen Abteilungen nicht richtig funktionieren
Prozesse zuerst beobachten, dann verändern
Bevor Unternehmen überhaupt neue Technik anschaffen oder Hallen umbauen, sollten erst einmal bestehende Abläufe genauer analysiert werden. Oft zeigt sich schon nach einer kurzen Beobachtung, an welchen Stellen unnötige Wege oder Wartezeiten entstehen. Hilfreich ist es, typische Arbeitsabläufe über mehrere Tage zu dokumentieren. Dadurch lassen sich wiederkehrende Probleme besser erkennen. Besonders wichtig ist die Analyse unter anderem bei:
- häufig genutzten Transportwegen
- Übergaben zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen
- Engstellen innerhalb der Produktion
- Lagerflächen mit einem hohen Materialumschlag
Transportlösungen passend zum Arbeitsalltag
Nicht jede Produktionsumgebung braucht eine komplexe Automatisierung. In vielen Fällen helfen schon ein paar ganz klar strukturierte Materialwege und passende Transportsysteme. Wichtig ist vor allem, dass Abläufe im Alltag zuverlässig funktionieren und sich flexibel anpassen lassen. Vor allem bei Betrieben im Mittelstand verändern sich Produktionsanforderungen regelmäßig. Neue Produkte, kleinere Chargen oder veränderte Lagerflächen wirken sich direkt auf interne Wege aus. Starre Systeme werden dadurch schnell problematisch. Deshalb achten viele Unternehmen mittlerweile stärker auf flexible Lösungen für den innerbetrieblichen Materialtransport. Im Zusammenhang mit modernen Fördersystemen werden beispielsweise auch Montech Rollenbahnen genutzt, wenn Materialien innerhalb von Produktions- oder Logistikbereichen schneller bewegt werden sollen.
Mitarbeitende richtig einbeziehen
Optimierungen funktionieren in der Umsetzung meist besser, wenn Mitarbeitende frühzeitig eingebunden werden. Vor allem Personen aus der Produktion oder dem Lager erkennen Schwachstellen oft schneller als externe Personen wie Berater oder Planer. Wichtig ist es deshalb, regelmäßig Rückmeldungen aus dem Arbeitsalltag einzuholen. Oft sind es hier vor allem die kleinen Hindernisse, die die Prozesse unnötig erschweren. Dazu gehören beispielsweise folgende vier Aspekte:
- schlecht erreichbare Materialien
- unübersichtliche Lagerplätze
- fehlende Ablageflächen
- unnötige Wartezeiten bei Transporten
Kleine Verbesserungen bringen mehr als große Umbauten
Nicht jede Optimierung erfordert auch gleich hohe Investitionen. Oft reichen schon ein paar klare Wegeführungen oder angepasste Übergabepunkte aus, um Arbeitsabläufe wieder zu entlasten. Wichtig ist vor allem, interne Prozesse nicht nur aus der technischen Sicht zu betrachten. Auch Laufwege, Materialbewegungen und alltägliche Routinen beeinflussen Produktivität deutlich stärker, als viele Unternehmen vermuten. Vor allem im Mittelstand zeigt sich immer öfter, dass effiziente Materialflüsse ein wichtiger Bestandteil wirtschaftlicher Arbeitsabläufe geworden sind. Wenn man interne Wege regelmäßig überprüft und unnötige Transporte so gut es geht reduziert, kann man eine Menge Zeit sparen und Prozesse um einiges stabiler gestalten.
