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Reisekreditkarten – Das sollten Sie wissen

von Florian R.
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Eine Reisekreditkarte

Das bargeldlose Bezahlen steckt in Deutschland immer noch in den Kinderschuhen, während es in einigen anderen Ländern wie Schweden, Norwegen oder Australien an der Supermarktkasse oder in den Shopping Malls längst an der Tagesordnung. Wer also viel im Ausland unterwegs ist, für den lohnt sich auf jeden Fall eine Reisekreditkarte. Zwar kann man in allen europäischen Ländern mit der EC-Karte Bargeld an ausgewählten Geldautomaten abheben, doch dies ist oft mit hohen Gebühren verbunden und in Ländern außerhalb der EU fast gar nicht möglich. Deshalb ist eine Reisekreditkarte für Auslandsreisende unumgänglich. Genaueres zu Reisekreditkarten findet man unter https://www.reisefein.de/reisekreditkarte/.

Welche Leistungen bietet eine Reisekreditkarte?

Eine Reisekreditkarte kann man für viele Leistungen nutzen:

  • Mit einer Reisekreditkarte ist es möglich, an sämtlichen Geldautomaten Bargeld in der Landeswährung des jeweiligen Reiseziels abzuheben ohne dass Gebühren anfallen. So muss sich der Reisende nicht schon in Deutschland um das Umtauschen von Bargeld in die Landeswährung kümmern, sondern kann vor Ort einfach und schnell den benötigten Geldbetrag abholen.
  • In allen Geschäften, Restaurants und Hotels kann man im Ausland mit Kreditkarte, teilweise sogar schon kontaktlos bezahlen. Es muss nur darauf geachtet werden, dass das Zahlungsmittel der Wahl eine Master- oder VISACard ist, denn diese werden überall akzeptiert.
  • Mit einer Reisekreditkarte kann man vor Ort problemlos einen Flug oder Mietwagen buchen und sogar die Caution hinterlegen. Auch unerwartete Flugausfälle wie kürzlich bei der Insolvenz der AirBerlin sind durch die meisten Reisekreditkarten abgesichert.
  • Einige Reisekreditkarten bieten noch zusätzlich Versicherungsleistungen wie eine Reiserücktrittsversicherung, Auslandskrankenversicherung oder eine Mietwagenvollkaskoversicherung an.

Welche Gebühren können anfallen?

Für das Abheben von Bargeld oder das bargeldlose Bezahlen fallen bei der Reisekreditkarte in der Regel keine Gebühren an Dennoch können je nach Bank Kosten für die Nutzung einer Reisekreditkarte entstehen, sei es eine Jahresgebühr oder pauschale Kosten für Transaktionen. Folgende Gebühren können bei der Nutzung einer Reisekreditkarte

  • Jahresgebühr

    Bei den meisten Kreditkarteninstituten fällt für eine Reisekreditkarte eine jährliche Gebühr von 20 – 30€ an, egal wie oft sie genutzt wird. Bei einem regelmäßigen Gehaltseingang oder einem Kartenumsatz von mehreren tausend Euro im Jahr wird die Jahresgebühr von einigen Banken erlassen

  • Kontoführungsgebühren

    Bei einigen Banken gibt es die Kreditkarte nur dann, wenn der Kunde ein Girokonto eröffnet. Das bedeutet, dass der Kunde neben der Kreditkarte auch noch eine EC-Karte bekommt. Dafür berechnen einige Institute Kontoführungsgebühren. Wer Geld sparen möchte, achtet darauf, dass er eine Bank findet, die keine Gebühren für die Kontoführung erhebt.

  • Gebühren fürs Geldabheben

    Auch hier ist Vorsicht geboten, denn einige Kreditinstitute verlangen eine Gebühr für das Geldabheben im Ausland, die bis zu 10€ betragen kann. Diese Gebühr wird dann im Nachhinein vom Konto abgezogen und ist nichts anderes als eine versteckte Kreditkartengebühr. Also immer in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank darauf achten, dass das Geldabheben im Ausland kostenlos ist.

  • Fremdgebühren von Banken

    Auch wenn man eine Bank gefunden hat, die keine Gebühren an ausländischen Geldautomaten verlangt, kann es dennoch zu Kosten kommen, denn viele ausländische Banken verlangen Fremdgebühren. Diese werden entweder als Prozentsatz oder als festgelegter Betrag auf dem Geldautomaten angezeigt. Deutsche Banken haben auf diese Gebühr keinen Einfluss, was bedeutet, dass der Kunde sie leider entrichten muss.

  • Gebühren für Kartenzahlung

    Bei manchen Banken wird eine Gebühr erhoben, wenn im Restaurant oder im Supermarkt mit Kreditkarte bezahlt wird. Diese beträgt zwischen 1,5% – 1,75% des Rechnungsbetrages., bei anderen Banken ist das Bezahlen mit Kreditkarte graits. Darum ist es auch in dem Punkt ratsam, sich genau über eventuelle Gebühren zu informieren. Oft kann man auch auf Vergleichsportalen im Internet nachschauen, welche Bank für die Kartenzahlung Gebühren erhebt.

  • Sonstige Gebühren

    Auch bei Verlust der Reisekreditkarte können Kosten anfallen, wenn eine neue Karte per Expressversand zugeschickt werden muss. Auch wer die PIN vergessen hat und sich deshalb eine neue zusenden lässt, muss mit Gebühren rechnen.

Mit einem Vergleich und eine genaue Betrachtung aller Kosten lässt sich viel Geld sparen, denn es gibt unseriöse Banken, bei denen die Reisekreditkarte zunächst den Eindruck machen, dass sie günstig wobei jedoch die versteckten Kosten übersehen werden.

Kredit- und Debitkarte

Grundsätzlich gibt es bei den Kreditkarten zwei unterschiedliche Sorten, nämlich die Kredit- und die Debitkarte. Bei einer Kreditkarte erhält der Kunde am Monatsende eine Rechnung, deren Betrag vom Konto abgebucht wird. Die Debitkarte muss vor der Benutzung aufgeladen werden. Sie kann so lange genutzt werden, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Die Reisekreditkarte ist quasi beides in einem. Man kann Geld drauf laden, sie aber auch überziehen. Der Vorteil ist, dass der Kunde dadurch einen besseren Überblick über sein Budget hat.

Der Unterschied zwischen VISA und MasterCard

Eigentlich unterscheiden sich die beiden Karten kaum voneinander. .Mit beiden kann im In- und Ausland bezahlt sowie Geld abgehoben werden. Der Unterschied liegt nur in der Anzahl der Akzeptanzstellen. Grundsätzlich werden beide in den meisten Geschäften, Restaurants, Hotels oder Onlineshops akzeptiert. In Deutschland akzeptieren 515.000 Stellen die VISA Card, bei der MasterCard sind es rund 490.000 Akzeptanzstellen. Auch im Ausland liegt die VISA Card mit 30 Millionen Akzeptanzstellen knapp vor der MasterCard mit 20 Millionen Shops und Restaurants. Bei Geldautomaten sind es bei der MasterCard 1,5 Millionen, während die VISA Card an einer Millionen Automaten akzeptiert wird.

Was geschieht bei Verlust der Reisekreditkarte?

Wer die Reisekreditkarte verliert, sollte zunächst einmal Ruhe bewahren und in allen Taschen, unterm Bett oder hinter den Schränken nochmal genau nachschauen, ob sie nicht doch noch irgendwo liegt. Ist die Karte nicht auffindbar, muss sofort die Bank informiert werden, damit die Karte gesperrt werden kann Beträge unter 25 Euro können ohne Eingabe der PIN trotz Sperrung problemlos gezahlt werden. Die DKB sendet bei Verlust oder Diebstahl innerhalb von 24 Stunden eine Ersatzkarte. Ist dies nicht der Fall, kann man vielleicht anderen Reisenden von dem Problem erzählen, die dann gerne aushelfen bis die neue Kreditkarte angekommen ist. Bei Western Union oder anderen Anbietern besteht im Notfall die Möglichkeit, sich Geld in der Landeswährung zuschicken zu lassen. Dies ist zwar mit hohen Gebühren verbunden, dafür ist man aber im Notfall schnell wieder flüssig.

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