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Verzinsung beim Tagesgeldkonto

24 September 2010 4.976 Klicks Keine Kommentare

Ein Tagesgeldkonto bietet eine sichere Variante zum Girokonto. Dieses Konto wirbt mit guten Zinsen und hoher Sicherheit. Doch was ist dran? Im Grunde ist das Tagesgeldkonto eine Mischung aus Girokonto und Sparbuch. Das heißt, man zahlt Geld auf das Tagesgeldkonto ein und bekommt dafür Zinsen. Die Zinsen variieren von Bank zur Bank und sind teils auch abhängig von der Höhe des gelagerten Geldes. Einige Banken bieten nur 1,25% Zinsen, andere 4% unter besonderen Bedingungen. Normalerweise ist der Tagesgeldzins aber niedriger als bei fest angelegtem Geld, denn die Banken arbeiten mit dem eingelagerten Geld des Kunden und können somit das Risiko eines Abhebens des Geldes nicht einschätzen. Dies bringt sie in die Lage dafür weniger Zinsen zu geben. Aber trotzdem sind die Zinsen meist höher als bei einem Girokonto oder Sparbuch. Der Tagesgeldzins richtet sich an den Leitzins der Europäischen Zentralbank, auch bekannt als EZB. Sollten hier der Leitzins steigen, so werden auch die Zinsen des Tagesgeldkontos erhöht. So bleiben die Banken im Geschäft und Konkurrenzfähig.

Es gibt bei einem Tagesgeldkonto einige Vor- aber auch Nachteile. Die Vorteile wären die tägliche Verfügbarkeit des Geldes, sprich es ist nicht fest angelegt. Durch einen Telefonanruf oder per Internet kann man den gewünschten Betrag auf sein Referenzkonto, meist ein Girokonto überweißen lassen. Dies dauert dann 3-4 Tage, in der Regel. Ein weiterer Vorteil sind die erhöhten Zinsen im Vergleich zum Girokonto. Manche Banken nehmen monatlich oder vierteljährlich eine Zinsausschüttung vor, dies verstärkt den Zinseffekt noch weiter. Doch diese Zinsen können auch heimtückisch sein, dazu mehr bei den Nachteilen. Auch muss der Inhaber eines Tagesgeldkontos keine Führungsgebühren für dieses Konto zahlen. Auch die hohe Sicherheit ist ein Vorteil, bei dem meisten Tagesgeldkontos ist eine sogenannte Einlagerungssicherung mit dabei. Diese bewirkt das, auch wenn die Bank einen Totalausfall hat, dem Tagesgeld nicht passieren kann. Man sollte sich im Voraus darüber informieren, in welcher Höhe eine solche Einlagerungssicherheit vorgenommen wird.

Die Nachteile eines Tagesgeldkontos sind wie oben schon erwähnt die Zinsen. Zwar winken bei Tagesgeldkontos erhöhte Zinsen doch die sind bei einer Einlagerung über einen längeren Zeitraum nicht immer gewährt. Es gibt auch den Fall, das die Zinsen nur bis zu einen Maximalbetrag, diese Höhe haben, jeder weiter Cent über dem Maximalbetrag wird mit weniger Zinsen belastet. Wenn die Zinsen dann auch nur jährlich ausgezahlt werden, kann dies den Zinseffekt stark sinken lassen. Ein weiterer Nachteil ist die Notwendigkeit eines Referenzkontos. Da man sonst kein Geld ausbezahlt bekommt.